Mit dem Kreuz auf der Rüstung

7,60 EUR

Mit dem Kreuz auf der Rüstung Ordensritter in Brandenburg

Jan Feustel
Mit dem Kreuz auf der Rüstung

Ordensritter in Brandenburg

In den Kämpfen des Mittelalters entstanden, stellen die Ritterorden in ihrer Verquickung von Heidenkampf und Mönchsaskese vielleicht die seltsamsten, gewiß aber die sagen- und legendenumwobendsten Organisationen des Mittelalters dar. Die Mark Brandenburg bringt das heutige »Kulturbewußtsein« kaum mit jenen Ordensrittern in Verbindung. Die prächtigen Klosterbauten der Zisterzienser haben sich im Land zu Touristenzentren entwickelt, die Rolle der weißen Mönche bei Kolonisation und Kultivierung der Mark ist gleichsam Allgemeingut. Kunstvolle Dome und große Bischofsburgen zeigen deutlich die Macht der hiesigen mittelalterlichen Kirchenfürsten, ja selbst die Bettelorden sind durch ihre turmlosen Kirchen in den bedeutendsten brandenburgischen Städten immer noch sichtbar präsent. Aber die drei großen Ritterorden haben auch in Geschichte und Kultur der Mark durchaus ihre Spuren hinterlassen – eingestandenermaßen keinesfalls so spektakuläre und unübersehbare wie die anderen Orden und geistlichen Institutionen des Mittelalters. Das sie auch in Brandenburg wirkten, Burgen besaßen, Komtureien bauten und Anteil an der Geschichte hatten soll in dem Band erzählt werden. Geheimnisse, verschiedenste Theorien und Phantasien ranken sich um die Geschichte der märkischen Ritter mit dem Kreuz auf der Rüstung.

Die Kapitel führen: in die Johanniterkomturei nach Werben an der Elbe, nach Berlin-Tempelhof, in die Komturei Lietzen an der Oder, nach Dahnsdorf bei Belzig im Fläming, in die Momtureien Gardow und Nemerow schon im Mecklenburgischen, auf die Burg Friedland, nahe Beeskow und nach Sonnenburg/Slonsk, nahe Küstrin in Polen

1. Auflage 2005, 112 Seiten, 25 Abbildungen, broschiert
Euro 7.60
ISBN 978-3-930388-16-5

Bei Abrissarbeiten in der Nähe der Stadtmauer von Werben fand man im Bauschutt diesen Ziegel mit einer Ritzzeichnung. Kleidung und Bewaffnung des Dargestellten und die Nähe des Fundortes zur Kirche lassen vermuten, dass es sich um einen Ordensritter handelt.

Dr. Jan-Michael Feustel, geboren 1951 in Mahlow bei Berlin, lebte in Blankenfelde (Teltow/Fläming) und starb im Januar 2009. Doktor der Mathematik und Doktor sc. (Dissertation A und Dissertation B). Historiker, Autor und Wissenschaftsjournalist mit den Schwerpunkten Brandenburgische Geschichte, Kirchenbau und Kirchengeschichte.

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